Zurück zu Törns

Elba

Wir haben das Schiff in der Marina di Scarlino, nahe Follonica gechartert. Für die 6-köpfige Crew war ein wichtiges Kriterium, dass ausreichend Platz ist, weil ein Paar getrennte Schlafplätze gewohnt war.  Daher wählten wir eine neue Dufour 460 GL mit 4 Kabinen.

Noch am ersten Tag steuerten wir Porto Azurro auf Elba an. Wir machten gegen 20 Uhr in der Marina fest. Gleich darauf ging es in den malerischen Ort, der trotz Anfang September noch voll Leben war. Der Hunger war so groß, dass wir nicht auf die Empfehlungen unseres Crewmitglieds gehört haben, das sich im Vorfeld extra über gute und auch günstige, aber empfehlenswerte Restaurants schlau machte. Wir kehrten in eine der ersten Gelegenheiten mitten in der Hauttouristenroute, ein. Eine Lehre für den weiteren Verlauf des Törns.

Bevor wir am nächsten Morgen ablegten, kauften wir noch in der Fischhandlung direkt am Hafen frische Tintenfische. Die netten älteren Damen der Fischhandlung waren so freundlich, diese auch kochbereit zuzurichten, was uns eine Menge an Arbeit nahm.

Als nächstes Ziel hatten wir Marina di Campo auf der Südseite gewählt. Auf dem Weg dorthin machten wir eine Mittags- und Badepause in der wunderschönen Bucht bei Puntaa delle Ciapre. Während die einen badeten, wurden die Tintenfische am Bordgrill zubereitet. Herrlich frische Fische, etwas Salat, perfekt!

Nach der Pause ging es nach Marina di Campo, wo wir an der Fischermole mit Buganker festmachten. Dass unsere Nachbarn ihren Anker über unseren legten, war kein weiters Problem, da sie zusicherten früh morgens aufzubrechen. Die Wanderung entlang der lang gezogenen Bucht führte uns zu einem netten, für seine Fischspezialitäten bekannten  Lokal.

Am dritten Tag setzten wir unser Elba-Umrundung im Uhrzeitersinn fort. Unser Ziel an diesem Tag war Marciana Marina. Unterwegs ankerten wir in einer der schönsten Buchten von Elba:  Fetovaia. Sie gilt als einer der schönsten Strände Italiens. Marciana Marina hat eine sehr gepflegte und gut ausgestattete Marina. Der Weg in die Stadt verläuft nur rund um den Hafen. Es erwartete uns ein netter kleiner Ort, mit ruhigen Plätzen, kleinen Cafes und ausgezeichneten Restaurants. 

Wir folgten aber einer Empfehlung und fuhren mit dem Taxi in die Berge nach Publius und genossen in einer Trattoria typische regionale Kost. Der Abend lud noch zu einem Spaziergang ein und am nächsten Morgen nutzten wir die Gelegenheit und gingen gleich hinter dem markanten Torre an den Grobkiesstrand la Fenicia. Dieser Strand hat etwas Besonderes: Das Mitnehmen von Kieselsteinen ist ausdrücklich verboten! Von diesem Strand hat man auch einen schönen Blick auf Capraia, der Nachbarinsel, die unser nächstes Ziel sein sollte.

Doch es kam anders. In der Nacht zog ein Gewitter auf und die nicht ordentlich festgemachte Großfall schlang sich durch den Wind um den Mast und die Deckslaterne. Es kostete uns ziemlich Zeit, bis wir die Leinen wieder klar hatten. So beschlossen wir an diesem Tag nur in die Inselhauptstadt Portoferraio zu segeln. Wir machten im alten Stadthafen fest und nützten die gewonnene Zeit für eine ausführliche Stadterkundung. Der Blick vom Forte Falcone über die Bucht gab uns nicht nur eine schönen Überblick. sondern auch die Erkenntnis, dass wieder ein Gewitter aufzog. Diesmal machten wir alle Leinen fest, so dass wir beruhigt den Abend trotz heftigem Gewitter verbringen konnten.

  

Die darauf folgenden Tage nutzen wir um in weiteren traumhaften Buchten zu ankern und zu relaxen, zu baden und die Seele baumeln lassen.

Am Tag vor der Rückkehr nach Follonica steuerten wir Rio Marino an. Eine alte Bergwerksstadt, die ihren Charm erst entwickelt, wenn man sie durchwandert, die kleinen Gassen erobert und die entzückenden, etwas versteckten Strände entdeckt.

 

 

 

 

 

 

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