Zurück zu Törns

Nördliche Adria

Als Ausgangshafen haben wir Pula, die Marina Veruda, gewählt. Für unseren einwöchigen Törn bot uns ein Katamaran genügend Platz für die 7-köpfige Crew.

Da wir das Boot am frühen Nachmittag bereits übernehmen konnten, galt der Samstag dem Kennenlernen des Bootes, der Sicherheitseinweisung und dem Fahren der ersten Manöver.

Der Großteil der Crew war zum ersten Mal auf einem Boot und so war es wichtig, dass alle durch den erfahrenen Skipper in das richtige Verhalten an Bord und in die Mithilfe bei Manövern eingewiesen wurden.

Am nächsten Morgen liefen wir aus und setzen Kurs Richtung Süden, bis zum Porrer, einem markanten Leutfeuer vor der Südspitze Istriens. Nachdem dieser beeindruckende Leuchtturm passiert war, wurde ein Kurs WNW (West- Nordwest) gesetzt und wir erreichten am Abend, nach einem Badestop in der Bucht Uvala Zaglav, den romantischen kleinen Ort Valun. Hier konnten wir an der Ortsmole festmachen und nach einem Spaziergang durch den Ort in einem der Restaurants direkt an der Mole ein köstliches Abendessen zu uns nehmen.

Nach einer ruhigen Nacht ging es entlang der Westküste des nördlich Cres Richtung Osor. Ein Stop bei der blauen Grotte darf da nicht fehlen. Spannend wurde es für die Crew am späten Nachmittag, als wir zum Kanal von Osor kamen. Er schaute eng aus und das Warten auf die Durchfahrt wurde genutzt, um die Bedienung der Fender durch die Crew zu üben. Bei der Durchfahrt zeigte sich dann, dass der Kanal breit genug für eine sichere Durchfahrt ist, aber dass das Üben  nicht umsonst war, würde sich im Laufe des Törns noch zeigen. Gleich nach dem passieren des Kanals erreichten wir die Marina Osor. Duschen, relaxen, eine kleine Erkundung des Ortes und einen Überblick über die Lokale gewinnen. Wir hatten ein nettes Lokal entdeckt, wo wir im Garten unter Lauben sitzen und den Abend genießen konnten.

Der nächste Tag war eher ein Rast- und Badetag. Eine wunderschöne Bucht lud ein zum Verweilen bevor es gegen Abend nach Veli Losinj ging. Wir machten direkt an der Mole im kleinen Ortshafen fest. Weiter innen haben nur noch die örtlichen Fischer ihre Boote liegen.

Wir entdeckten gegenüber unseres Liegeplatzes die Ribarnica, den Fischmarkt und kauften frischen Fisch, den wir am nächsten Tag zubereiteten.

Tag 4 begannt mit einer besonderen Herausforderung.

Wir wollten den Privlaka- Kanal passieren und dann Susak ansteuern. Diese Route ersparte die Umrundung von Cres. Es war Windstill und das Meer spiegelglatt. Bedingungen, die das Passieren des Kanals mit unserem Katamaran möglich machten, ist doch der Kanal gerade 7,5 m breit und unser Katamaran misst 6,5 m an der breitesten Stelle. Jetzt machte sich das Üben mit den Fendern bezahlt. Langsam  näherten wir uns der Einfahrt und vorsichtig manövrierten wir durch. Der Applaus der zahlreichen Zuschauer an Land nach der Durchfahrt löste die Anspannung bei Skipper und Crew. Jetzt hatten wir uns einen Manöverschluck verdient.

Bei der Fahrt nach Susak kamen wir in ein Nebelfeld. Es ist etwas mystisches, langsam durch das Wasser zu gleiten, rundherum Nebel und kaum Sicht, von oben scheint die Sonne ein wenig durch und die Ruhe wurde nur durch unsere Nebelsignale mit dem Horn gebrochen. Susak erreichten wir gegen Mittag, nach einem kurzen Rundgang durch den Ort beschlossen wir weiterzusegeln Richtung Unje.

Nachdem die Fähre die Mole verlassen hatte, konnten wir direkt vor dem Ort anlegen. Im kleinen Laden konnten wir noch Lebensmittel bunkern, bevor wir, den Sonnenuntergang beobachtend im Restaurant direkt an der Uferpromenade typisches kroatisches Essen bestellten.

Am Tag 5 lagt ein längerer Schlag vor uns. Wir steuerten Rovinj an, ein reizender Ort, mit seinen kleinen gepflasterten Gassen und netten kleinen Lokalen abseits der Touristenpfade.

Es war gerade ein Weinfest entlang des ganzen Hafens mit Künstlern und einer Menge kleinerer Attraktionen. Zurück im Hafen haben wir von dem Rummel aber nichts mitbekommen und eine ruhige Nacht verbracht.

Der letzte Tag auf See war der erste an dem die Sonne nicht den ganzen Tag geschienen hat. Wir hatten konstanten Wind um die 15 –  20 Knoten, so dass wir zügig Richtung Pula voran kamen und das Schiff ohne Stress übergeben konnten.

 

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